Startschuss für das Begleitete Fahren mit 17 (BF 17)?
Nach langem
Überlegen will Baden-Württemberg in diesem Jahr das Begleitete
Fahren einführen. Noch ist der offizielle Startschuss, auf den
viele Eltern und Jugendliche im Lande warten, nicht erschollen. Es
ist davon auszugehen, dass Innenminister Rech in seinem Referat
„Zukunftsaspekte der Verkehrspolitik in Baden-Württemberg“ auch
auf dieses Thema eingehen und grünes Licht geben wird. BF 17 hilft
Fahranfängern, die ersten wichtigen Erfahrungen nicht alleine oder
- was sich vielfach als besonders negativ erwiesen hat - in einem
mit Gleichaltrigen vollgepackten Auto machen zu müssen. Sie sollen
vielmehr in Begleitung erfahrener Führerscheininhaber die
typischen Anfängerrisiken besser verstehen und bewältigen lernen.
PC-Prüfung
Die theoretische
Prüfung am PC wird in absehbarer Zeit die „Papierprüfung“ ablösen.
Für die Prüfung am Computer spricht vieles. Der Fahrlehrerverband
wendet sich in diesem Zusammenhang jedoch gegen jede weitere
Zentralisierung der Prüfungslokale. Es kann und darf nicht sein,
dass Fahrschüler Tagreisen unternehmen müssen, um die theoretische
Fahrerlaubnisprüfung ablegen zu können. Ebenso wendet sich der
Verband mit Nachdruck gegen die Behauptung bestimmter Kreise, die
PC-Prüfung führe zwangsläufig zu einer erheblichen Verteuerung der
theoretischen Prüfung.
Qualitätssicherung in Fahrschulen
Viele Fahrschulen
warten auf den Start des von der Deutschen Fahrlehrer-Akademie
e.V. in den letzten Jahren entwickelten
Qualitätssicherungs-Systems (QSS), in dessen Mittelpunkt die
pädagogische Qualität der Ausbildung steht. Es herrscht Missmut
unter den Fahrlehrern, weil es mit der nach dem Fahrlehrergesetz
erforderlichen Verordnung des Bundes über die Anforderungen an ein
solches QSS nicht vorangeht, obwohl die Ermächtigung hierzu
bereits 1998 ergangen ist.