"Die Sicherheit im
Straßenverkehr ist der Landesregierung ein zentrales Anliegen. Wir
werden unsere bewährte Doppelstrategie von konsequenter
Verkehrsüberwachung und Prävention zielgerichtet weiter
verfolgen."
Das sagte
Innenminister Heribert Rech am Samstag, 21. April 2007, auf der
Mitgliederversammlung des baden-württembergischen
Fahrlehrerverbandes in Pforzheim. Nachdem die Zahl der Verkehrstoten
in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen sei, habe man im
Jahr 2006 wieder einen Anstieg mit einer Zunahme gegenüber dem
Vorjahr um 7,6 Prozent verzeichnen müssen. Auch die Unfallzahlen auf
Autobahnen seien wieder angestiegen.
Die
Verkehrssicherheitsarbeit des Landes reagiere auf die
Unfallsituation und auf die gesellschaftlichen Entwicklungen.
Hauptzielgruppen seien in den kommenden Jahren die jungen Fahrer,
die Senioren und der gewerbliche Güterverkehr. Mit Blick auf das
hohe Fahranfängerrisiko sagte der Minister, dass sich das Land sehr
intensiv mit dem Modellversuch begleitetes Fahren mit 17
auseinandersetze.
"Ich stehe dem
begleiteten Fahren aufgeschlossen gegenüber. Deshalb habe ich das
Thema in die Verkehrsministerkonferenz am 18. und 19. April 2007
eingebracht, um von den Kollegen der Länder, die am Modellversuch
teilnehmen, einen unmittelbaren Eindruck über ihre Erfahrungen zu
bekommen. Wir werden die bisherigen Ergebnisse begutachten lassen,
um auf dieser Grundlage dem Landtag und dem Ministerrat einen
Entscheidungsvorschlag über die Teilnahme am Modellprojekt zu
unterbreiten. Ich gehe davon aus, dass dies in den Sommermonaten
erfolgen kann",
sagte der
Innenminister.
Zugleich unterstrich
Rech die Notwendigkeit, ein absolutes Alkoholverbot für Fahranfänger
einzuführen. Fahranfänger müssten sich erst noch in das komplexe
Verkehrsgeschehen einfinden. Alkoholkonsum und fehlende Erfahrung
würden das Unfallrisiko nach oben treiben. Baden-Württemberg habe
deshalb die gesetzliche Änderung im Bundesrat unterstützt.
Innenministerium Baden-Württemberg
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