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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 03.05.07

 

Innenministerium Baden-Württemberg
Pressemitteilung

21. April 2007

Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbandes
Baden-Württemberg e. V.

Innenminister Heribert Rech: Entscheidung über die Teilnahme am Modellversuch begleitetes Fahren mit 17 im Sommer

 

"Die Sicherheit im Straßenverkehr ist der Landesregierung ein zentrales Anliegen. Wir werden unsere bewährte Doppelstrategie von konsequenter Verkehrsüberwachung und Prävention zielgerichtet weiter verfolgen."

Das sagte Innenminister Heribert Rech am Samstag, 21. April 2007, auf der Mitgliederversammlung des baden-württembergischen Fahrlehrerverbandes in Pforzheim. Nachdem die Zahl der Verkehrstoten in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen sei, habe man im Jahr 2006 wieder einen Anstieg mit einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 7,6 Prozent verzeichnen müssen. Auch die Unfallzahlen auf Autobahnen seien wieder angestiegen.

Die Verkehrssicherheitsarbeit des Landes reagiere auf die Unfallsituation und auf die gesellschaftlichen Entwicklungen. Hauptzielgruppen seien in den kommenden Jahren die jungen Fahrer, die Senioren und der gewerbliche Güterverkehr. Mit Blick auf das hohe Fahranfängerrisiko sagte der Minister, dass sich das Land sehr intensiv mit dem Modellversuch begleitetes Fahren mit 17 auseinandersetze.

"Ich stehe dem begleiteten Fahren aufgeschlossen gegenüber. Deshalb habe ich das Thema in die Verkehrsministerkonferenz am 18. und 19. April 2007 eingebracht, um von den Kollegen der Länder, die am Modellversuch teilnehmen, einen unmittelbaren Eindruck über ihre Erfahrungen zu bekommen. Wir werden die bisherigen Ergebnisse begutachten lassen, um auf dieser Grundlage dem Landtag und dem Ministerrat einen Entscheidungsvorschlag über die Teilnahme am Modellprojekt zu unterbreiten. Ich gehe davon aus, dass dies in den Sommermonaten erfolgen kann",

sagte der Innenminister.

Zugleich unterstrich Rech die Notwendigkeit, ein absolutes Alkoholverbot für Fahranfänger einzuführen. Fahranfänger müssten sich erst noch in das komplexe Verkehrsgeschehen einfinden. Alkoholkonsum und fehlende Erfahrung würden das Unfallrisiko nach oben treiben. Baden-Württemberg habe deshalb die gesetzliche Änderung im Bundesrat unterstützt.

Innenministerium Baden-Württemberg
www.im.baden-wuerttemberg.de