Die Junge Union Baden-Württemberg und der
Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. sehen ihre positive Haltung
zum geplanten "Führerschein mit 17" durch die neuesten Studien
bestätigt. "Es gibt nun keinen Grund mehr, mit der Einführung des
begleiteten Fahrens in Baden-Württemberg noch länger zu warten",
sind sich der Landesvorsitzende der Jungen Union, Steffen Bilger,
sowie der Vorsitzende des Fahrlehrerverbandes, Peter Tschöpe, einig.
Neue wissenschaftliche Untersuchungen der
Universität Gießen sowie die aktuelle Studie der BAST (Bundesanstalt
für Straßenwesen) unterstreichen die erfreulichen Auswirkungen des
"Begleiteten Fahrens mit 17" auf das Fahrverhalten auch nach der
Begleitphase. Die Evaluation des Modellprojekts BF17 in Niedersachen
und den anderen Bundesländern hat gezeigt, dass das Begleitete
Fahren mit 17 den Verkehr sicherer macht. So ist die Unfallquote bei
Fahranfängern um 30 % gesunken und es gab 30 % weniger Bußgelder.
Zudem soll die Anzahl der Alkoholfahrten um 50 % gesunken sein. Auch
die Eltern der jungen Fahranfänger äußerten sich zufrieden: Knapp 93
% würden wieder mitmachen und 85 % sagen, es hätte ihren Kindern
geholfen.
Die Junge Union hatte mit ihrer Forderung an
Ministerpräsident Oettinger auf dem Landestag des CDU-Nachwuchses im
November 2006 in Tuttlingen den Anstoß für die nun bevorstehende
Umsetzung gegeben. Auch der Fahrlehrerverband macht sich bereits
seit langem für den Modellversuch zur Hebung der Verkehrssicherheit
bei jungen Fahrern stark.