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Mit der Aktion „Patenschaft der Besonnenheit“ will
der Fahrlehrerverband Baden- Württemberg auf ein vernünftiges und
verantwortungsbewusstes Verhalten der Kraftfahrer im Straßenverkehr
hinwirken und vor allem den überwiegend jungen Fahranfängern das
Gefühl vermitteln, nach bestandener Fahrprüfung nicht allein
gelassen zu werden. Das Konzept dieser Initiative sieht vor, dass
eine Patin oder ein Pate sich persönlich um einen
Führerscheinneuling kümmert und diesem dabei hilft, die in der
Fahrschule erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten eigenständig zu
sichern, zu festigen und umzusetzen.
Diese aktive Begleitung eines
noch unerfahrenen Verkehrsteilnehmers kann nach den Vorstellungen
des Verbandsvorstands bereits während der Ausbildung einsetzen. Der
Pate oder die Patin können ihren Schützling im Theorieunterricht
begleiten oder als Mitfahrer in der einen oder anderen Fahrstunde
Anteil nehmen an den Fortschritten, die der Schüler oder die
Schülerin in der Obhut des Fahrlehrers macht. Während dieser
Ausbildungsphase kann der Pate sein Patenkind auch als Beifahrer
mitnehmen, um dem Auszubildenden zu demonstrieren, wie sich ein
verantwortungsbewusster Fahrer verhält und welche positiven
Auswirkungen ein defensiver Fahrstil und die aufmerksame Beachtung
der geltenden Verkehrsregeln auf die Sicherheit im Straßenverkehr
haben. Bei und auch nach solchen Fahrten sollten sich Pate und
Patenkind über den Verlauf der gemeinsamen Unternehmung unterhalten,
um mögliche Gefahrenquellen zu erkennen. Das Gleiche gilt für die
Zeit nach der bestandenen Fahrprüfung. Dann kann der Pate als
Beifahrer fungieren, beruhigend auf sein Patenkind einwirken und
diesem dadurch über möglicherweise aufkommende Unsicherheiten
hinweghelfen. Wichtig ist dabei immer das Vorbild, das der Pate
durch sein korrektes Verhalten im Straßenverkehr abgibt und an dem
sich der Anfänger orientieren kann. Von großem Nutzen könnte es
sein, wenn die beiden Partner gemeinsam ein Sicherheitstraining
absolvieren. Im Zusammenhang mit dieser Betreuung sollten Pate und
Patenkind auch gemeinsam darauf achten, dass sich das benutzte
Fahrzeug stets in einem verkehrssicheren Zustand befindet.
Eine nicht zu unterschätzende
Funktion haben die
Aufkleber, die am Auto
angebracht werden und mit denen die Teilnahme an der Aktion
„Patenschaft der Besonnenheit“ signalisiert wird. Mit diesem für
jedermann sichtbaren Zeichen geben Pate und Patenkind nach außen zu
erkennen, dass sie sich einer rücksichtsvollen Fahrweise
verpflichtet fühlen und sich entsprechend verhalten werden. Die
Aufkleber gibt es auch für „passive Paten“, die keine direkte
Beziehung zu einem Fahranfänger haben, die sich jedoch zu einer
Initiative bekennen wollen, die zum Ziel hat, die Unfallzahlen
weiter zu senken. Gerade die 18- bis 25-Jährigen sind gemessen an
ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung in einem weit höheren Maß in
Unfälle verwickelt.
Der Fahrlehrerverband
Baden-Württemberg wird über die ihm angeschlossenen Fahrschulen,
aber auch mit
Flyern, mit Hilfe der Medien,
mit Verlosungen und anderen Aktionen versuchen, im ganzen Land
„Patenschaften der Besonnenheit“ zu begründen. Das Ministerium für
Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg, mehrere große
Automobilhersteller und verschiedene andere Institutionen haben die
Unterstützung dieser Initiative zugesagt.
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