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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 25.09.03

 

Führerschein News

Pressemitteilung des Fahrlehrerverbandes
Baden-Württemberg e.V.

6. September 2003

Patenschaft der Besonnenheit
Eine Initiative des Fahrlehrerverbands Baden-Württemberg

 

Mit der Aktion „Patenschaft der Besonnenheit“ will der Fahrlehrerverband Baden- Württemberg auf ein vernünftiges und verantwortungsbewusstes Verhalten der Kraftfahrer im Straßenverkehr hinwirken und vor allem den überwiegend jungen Fahranfängern das Gefühl vermitteln, nach bestandener Fahrprüfung nicht allein gelassen zu werden. Das Konzept dieser Initiative sieht vor, dass eine Patin oder ein Pate sich persönlich um einen Führerscheinneuling kümmert und diesem dabei hilft, die in der Fahrschule erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten eigenständig zu sichern, zu festigen und umzusetzen.

Diese aktive Begleitung eines noch unerfahrenen Verkehrsteilnehmers kann nach den Vorstellungen des Verbandsvorstands bereits während der Ausbildung einsetzen. Der Pate oder die Patin können ihren Schützling im Theorieunterricht begleiten oder als Mitfahrer in der einen oder anderen Fahrstunde Anteil nehmen an den Fortschritten, die der Schüler oder die Schülerin in der Obhut des Fahrlehrers macht. Während dieser Ausbildungsphase kann der Pate sein Patenkind auch als Beifahrer mitnehmen, um dem Auszubildenden zu demonstrieren, wie sich ein verantwortungsbewusster Fahrer verhält und welche positiven Auswirkungen ein defensiver Fahrstil und die aufmerksame Beachtung der geltenden Verkehrsregeln auf die Sicherheit im Straßenverkehr haben. Bei und auch nach solchen Fahrten sollten sich Pate und Patenkind über den Verlauf der gemeinsamen Unternehmung unterhalten, um mögliche Gefahrenquellen zu erkennen. Das Gleiche gilt für die Zeit nach der bestandenen Fahrprüfung. Dann kann der Pate als Beifahrer fungieren, beruhigend auf sein Patenkind einwirken und diesem dadurch über möglicherweise aufkommende Unsicherheiten hinweghelfen. Wichtig ist dabei immer das Vorbild, das der Pate durch sein korrektes Verhalten im Straßenverkehr abgibt und an dem sich der Anfänger orientieren kann. Von großem Nutzen könnte es sein, wenn die beiden Partner gemeinsam ein Sicherheitstraining absolvieren. Im Zusammenhang mit dieser Betreuung sollten Pate und Patenkind auch gemeinsam darauf achten, dass sich das benutzte Fahrzeug stets in einem verkehrssicheren Zustand befindet.

Eine nicht zu unterschätzende Funktion haben die Aufkleber, die am Auto angebracht werden und mit denen die Teilnahme an der Aktion „Patenschaft der Besonnenheit“ signalisiert wird. Mit diesem für jedermann sichtbaren Zeichen geben Pate und Patenkind nach außen zu erkennen, dass sie sich einer rücksichtsvollen Fahrweise verpflichtet fühlen und sich entsprechend verhalten werden. Die Aufkleber gibt es auch für „passive Paten“, die keine direkte Beziehung zu einem Fahranfänger haben, die sich jedoch zu einer Initiative bekennen wollen, die zum Ziel hat, die Unfallzahlen weiter zu senken. Gerade die 18- bis 25-Jährigen sind gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung in einem weit höheren Maß in Unfälle verwickelt.

Der Fahrlehrerverband Baden-Württemberg wird über die ihm angeschlossenen Fahrschulen, aber auch mit Flyern, mit Hilfe der Medien, mit Verlosungen und anderen Aktionen versuchen, im ganzen Land „Patenschaften der Besonnenheit“ zu begründen. Das Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg, mehrere große Automobilhersteller und verschiedene andere Institutionen haben die Unterstützung dieser Initiative zugesagt.

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