Antwort: Da ich nicht weiß, wie Sie
lernen und welche Talente Sie haben, kann ich nicht beurteilen, wie viel
Fahrstunden Sie benötigen. Da ich nicht weiß, wo Sie wohnen, kann ich
nicht abschätzen, welche Entgelte in den Fahrschulen Ihrer Region erhoben
werden. Deshalb kann ich Ihnen auch nicht vorhersagen, wie viel die
Ausbildung kosten wird.
Ich empfehle Ihnen, erkundigen Sie sich in
Ihrem Bekanntenkreis über die Ausbildungsqualität der Fahrschulen an Ihrem
Ort. Fragen Sie dann bei den Fahrschulen, die in die nähere Auswahl
kommen, ob Sie einmal probeweise am theoretischen Unterricht teilnehmen
dürfen. So können Sie sich selbst ein Bild von der Fahrschule und den
Fahrlehrern machen.
Wenn Sie wissen, welche Entgelte die
einzelnen Fahrschulen berechnen, können Sie überschlägig ausrechnen, was
die gesamte Ausbildung kosten wird.
- Legen Sie für die praktische Ausbildung
in der Klasse B etwa 23 Fahrstunden zuzüglich 12 Sonderfahrten zu Grunde
und
- für die Klasse A etwa 15 Fahrstunden
zuzüglich Sonderfahrten.
- Dazu kommen der Grundbetrag sowie
- die Entgelte für die Vorstellung zur
theoretischen und zur praktischen Prüfung.
Selbstverständlich ist die Zahl der
notwendigen Fahrstunden individuell sehr unterschiedlich. Da Ihnen aber
niemand vorhersagen wie viel Stunden nötig sind, sollten Sie bei allen
Angeboten die gleiche Zahl von Stunden zu Grund legen. Die von mir
genannten zahlen sind Durchschnittswerte aus Baden-Württemberg. Außer den
Ausbildungskosten müssen Sie folgende Ausgaben einplanen:
- Die Fahrerlaubnisbehörde verlangt EURO
46,60* für die Bearbeitung Ihres Führerscheinantrags und die Ausstellung
des Führerscheins,
- der Optiker für den Sehtest EURO 5,92
- der TÜV für die theoretische Prüfung in
beiden Klassen EURO 11,07*,
- für die praktische Prüfung Klasse B EURO
84,97*
- für die praktische Prüfung Klasse A
112,81*
- Dazu kommen noch die Kosten für einen
Kurs in Lebensrettenden Sofortmaßnahmen in Höhe von ca. EURO 30,-*
Interessant für Sie dürfte sein, dass die
theoretische Prüfung 12 Monate gültig bleibt. Sie können also zunächst die
theoretische Ausbildung und Prüfung für die Klassen A und B zusammen
absolvieren und sich bei der praktischen Ausbildung zunächst auf die
Klasse B konzentrieren. Wenn Sie dann einige Monate Fahrpraxis mit dem Pkw
gesammelt haben, können Sie die praktische Ausbildung auf dem Motorrad
durchlaufen. Sie haben dann schon eine größere Sicherheit im
Straßenverkehr. Das erleichtert und verkürzt in aller Regel die praktische
Ausbildung beim Motorrad.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
15.01.03 - *Beträge wurden am 27.08.2008
aktualisiert.
Weitere Informationen zu diesem Thema
finden Sie auch unter der Rubrik "Infos für Fahrschüler".